Die Renaissance begann in Italien. Das italienische Wort Rinascimento für diese Epoche bedeutet Wiedergeburt. Gemeint war eine Rückbesinnung auf die Philosophie und die Wissenschaften der Antike. Im Mittelpunkt des antiken Weltbilds (so auch der Renaissance) stand der Mensch, daher der Begriff Humanismus.
Der Begriff Mittelalter stammt auch aus der Renaissance und beschreibt die Zeit zwischen Antike und Renaissance. Diese Zwischenepoche wurde als dunkel/finster bezeichnet, da die Erkenntnisse der Antike in Vergessenheit geraten waren, daher auch die Redensart “wie im finstersten Mittelalter”. Das Licht der Erkenntnis war verdunkelt. Im Mittelpunkt des mittelalterlichen Weltbildes stand nicht der Mensch sondern Gott. Hauptakteur der mittelalterlichen Kultur war die katholischen Kirche.
Die Renaissance war eine von revolutionären Neuerungen geprägte Zeit. So lösten die Erkenntnisse in der Astromie das Weltbild des Ptolomäus ab, nach welchem die Erde der Mittelpunkt unseres Sonnensystems war: (http://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Ptolem%C3%A4us).
Es war Kopernikus (http://de.wikipedia.org/wiki/Kopernikus), der als erster die Hypothese vertrat, die Sonne sei der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Ihm folgte Galileo Galilei http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei, der mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema bei der Heiligen Inquisition in Ungnade fiel. Er musste seine wissenschaftlichen Erkenntnisse öffentlich widerrufen, um nicht als Ketzer verurteilt zu werden. Es dauerte bis 1992 (!), dass Galileo Galilei von der römisch-katholischen Kirche formal rehabilitiert wurde.
In der Literatur gelten die Italiener Giovanni Boccaccio und Francesco Petrarca als Wegbereiter der humanistischen Literatur. Insbesondere die Geschichtensammlung “Il Decamerone” von Boccaccio http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/decamerone.htm ist Spiegel der Hinwendung zu einer Welt, in welcher der Mensch mit allen seinen Stärken und Schwächen im Mittelpunkt steht.
In der deutschen Literatur findet sich diese Art der volkstümlichen Literatur vor allem in den Narrengeschichten. Hier findet Ihr den Text aus Sebastian Brants Geschichtensammlung Das Narrenschiff: http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=5058&kapitel=2&cHash=ec71018285chap002#gb_found., den wir im Unterricht besprechen werden.
Weitere Informationen über dieses amüsante Werk und das weit über seine Zeit hinaus währende Treiben des unkonventionellen Heiligen namens Sankt Grobian findet Ihr hier: http://www.mmanuskriptt.de/resources/Dedekind$2C+Friedrich.pdf
Wer sich weiter mit der Gattung des Schwankromans auseinander setzen möchte, sei auf folgendes Buch verwiesen: http://books.google.de/books?id=Tgc3xsendo8C&pg=PA242&lpg=PA242&dq=sankt+grobian&source=bl&ots=S1t8xKvPK2&sig=zt_EtTSB41TEC0zed6lQcy4bHnM&hl=es&ei=3IgAS7GVIMSNnQfb2rSUCw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CBYQ6AEwAzgK#v=onepage&q=&f=false
Zu Martin Luther und der Reformation: Das Wichtigste findet Ihr hier: http://www.dieterwunderlich.de/Luther_reformation.htm.
17. November 2009 at 10:23
Cool